Am 2. April 1821 wurde in der Wiener Schenkenstraße eine protestantisch-theologische Lehranstalt eröffnet - der Vorgänger der heutigen Evangelisch-Theologischen Fakultät, die in diesen Tagen somit ihr 200-jähriges Bestehen feiern konnte. Ein historischer Rückblick und zugleich ein Blick auf die Gegenwart und Zukunft evangelischer Theologie.
Mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 begann auch in der Theologie ein neues Kapitel: Plötzlich rückten die Themen Religion und Gewalt neu in den Fokus. Seither begleitet dies nicht nur den Islam wie ein dunkler Schatten, sondern auch die christlichen Religionen und die Theologie.
Seitdem die Taliban in Afghanistan nach 20 Jahren seit Mitte August wieder an der Macht sind, diskutiert "der Westen" über seine moralische Verantwortung und mögliche Hilfeleistungen für die Menschen, die nun angstvoll in die Zukunft blicken. Doch wer sind "die Taliban" eigentlich? Und was glauben sie? - Ein Gespräch mit dem Grazer Religionswissenschaftler Franz Winter.
Die Corona-Krise hat den Menschen tief getroffen und verunsichert: Die "Krone der Schöpfung" erscheint in neuer Verletzlichkeit und Hilflosigkeit. Zeit also für eine grundlegende philosophische Vermessung des Subjekts, die der Altphilologe Andres Pizzinini von der Hochschule Brixen und der Philosoph Daniel Wehinger von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck vornehmen.
In diesem Jahr feiern die renommierten "Salzburger Hochschulwochen" ihr 90-jähriges Bestehen. Anlass genug, einmal zurückzublicken in die Geschichte dieser theologisch imprägnierten "smarten Sommerfrische" - und zugleich einen Ausblick zu geben auf das heurige Programm.
Der Klimawandel lenkt auch in den Religionen und ihren Theologien den Blick auf ein lange vernachlässigtes Thema: Die Schöpfungstheologie. Wir gehen diesmal der Frage nach, wie die evangelische und die katholische Theologie sowie der Islam auf die drängenden Zukunftsfragen, die letztlich Gegenwartsfragen sind, antworten.
Ende Mai wurde von der "Dokumentationsstelle Politischer Islam" die sogenannte "Islam-Landkarte" präsentiert. Seither beherrscht die Diskussion darüber die mediale Öffentlichkeit. Auch Theologinnen und Theologen üben teils scharfe Kritik - weniger am Projekt an sich als vielmehr am "Framing" und der politischen Instrumentalisierung.